Zivilverschleppte

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Bezeichnung für von der Roten Armee gefangene Nichtkombattanten, die zum Arbeitseinsatz in die UdSSR transportiert wurden.

    Mitte Mai 45 wurden z.B. aus den Sammellagern Auschwitz, Breslau-Fünfeichen, Breslau-Hundsfeld, Deutsch-Eylau, Frankfurt/Oder, Gleiwitz, Hammerstein, Hoyerswerda, Insterburg, Oppeln, Posen, Sagan, Stettin, Tharau und Zichenau etwa 50 000 männliche und weibliche Zivilisten in zahlreichen Transporten in die Sowjetunion verschleppt. Oft anfangs in Gefangenenlager eingewiesen, kamen sie später in Internierungslager, wo die Lebensverhältnisse aber ebenso katastrophal waren. Ihnen erlagen viele Zivilverschleppte bei den meist ungeheuer hohen Arbeitsnormen und der schlechten medizinischen Versorgung.