Wilhelm Gustloff

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Passagierschiff der Deutschen Arbeitsfront, benannt nach dem am 4.2.36 ermordeten Schweizer NSDAP-Funktionär, Stapellauf 5.7.37, 25 484 BRT, 208,5 m lang, 23,5 m breit, 10 Decks, 417 Mann Besatzung, Kapazität für 1465 Passagiere, Jungfernfahrt 23.3.38. Die Wilhelm Gustloff wurde bei Kriegsbeginn zum Hilfsbeischiff der Kriegsmarine erklärt und als Lazarett- und Kasernenschiff in Gotenhafen eingesetzt. Nach Bombentreffern und Reparatur ging sie am 30.1.45 mit 6600 Menschen, zumeist Flüchtlingen, an Bord bei minus 18 Grad in See mit Ziel Kiel-Flensburg. Um 21.08 Uhr wurde sie vor Stolpmünde vom sowjetischen U-Boot S 13 torpediert und sank innerhalb einer Stunde; 5348 Menschen kamen ums Leben.