Wassilij Danilowitsch Sokolowski

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1918 zur Roten Armee, Generalstabsausbildung, 1931 Eintritt in die KPdSU. Als Generalleutnant war Sokolowski bei Beginn des deutschen Angriffs (22.6.41) Chef des Stabes der Westfront (Timoschenko, später Schukow) und hatte maßgeblichen Anteil an den Planungen für eine sowjetische Gegenoffensive vor Moskau. Anfang 42 übernahm er selbst als Oberbefehlshaber die Westfront und wurde im Juni 42 zum Generaloberst befördert. Nach der deutschen Niederlage vor Kursk im Juli 43 führte Sokolowski mit seiner Front eine erfolgreiche Gegenoffensive gegen die deutsche Heeresgruppe Mitte (v. Kluge), wurde am 23.8.43 zum Armeegeneral befördert und eroberte Ende September 43 Smolensk zurück. Im April 44 zum Generalstabschef der 1. Ukrainischen Front und im April 45 zum Stellvertreter Schukows als Oberbefehlshaber der 1. Weißrussischen Front ernannt, nahm er an der Eroberung Berlins teil. Seit 10.4.46 war Sokolowski Oberbefehlshaber der sowjetischen Truppen in Deutschland und als solcher Mitglied des Alliierten Kontrollrats; später bis 1960 Generalstabschef und 1. stellvertretender Verteidigungsminister, zahlreiche Veröffentlichungen.