Wassili Iwanowitsch Tschuikow

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    sowjetischer Marschall

    geboren: 12. Februar 1900 in Moskau gestorben: 18. März 1982 in Moskau


    1918 zur Roten Armee. Beim sowjetischen Einmarsch in Polen (17.9.39) war Tschuikow Oberbefehlshaber der 4. Armee, die er auch im Winterkrieg gegen Finnland führte. Danach Militärattaché in China, wurde er im Juli 42 zum Generalleutnant befördert und am 10.9.42 Oberbefehlshaber der 62. Armee (später 8. Gardearmee), die er in der Schlacht um Stalingrad kommandierte und die im Herbst 43 den Dnjepr erreichte. Sie stieß seit 20.10.43 bei der 1. Weißrussischen Front (Rokossowski) Richtung Warschau vor. Am 29.1.45 überschritt Tschuikow die deutsche Grenze und nahm im April 45 an der Berliner Operation teil, die mit der Eroberung der deutschen Hauptstadt endete. In der Folgezeit kommandierte er die sowjetischen Besatzungstruppen in Thüringen, wurde am 1.4.49 Oberbefehlshaber der sowjetischen Heeresgruppe Deutschland, war 1953-60 Befehlshaber im Militärbezirk Kiew, 1960-64 stellvertretender Verteidigungsminister und dann bis 1972 Chef der Zivilverteidigung; seit 1961 Mitglied des ZK der KPdSU.