Warschauer Getto-Aufstand

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Erhebung im jüdischen Wohnbezirk in der polnischen Hauptstadt seit 19.4.43. Nach Deportation von über 300 000 Juden aus Warschau in die Vernichtungslager beschloss die SS im Frühjahr 43 die endgültige Räumung des Gettos und löste beim Einrücken den Warschauer Getto-Aufstand aus, an dem sich allerdings nur ein Teil der 75 000 im Getto verbliebenen Juden beteiligte. Die SS-Einheiten unter Brigadeführer Stroop wurden immer wieder von den jüdischen Kämpfern vertrieben, sodass am 23.4.die Häuser im Getto in Brand gesetzt wurden. Viele Bewohner, die dem Flammenmeer entkamen, leisteten aus Kellern und Abwasserkanälen weiter Widerstand und konnten nur durch Flutung und Sprengungen niedergekämpft werden. Mitte Mai 43 gaben die letzten überlebenden Aufständischen auf. 56 000 Juden waren gefangen genommen worden, die anderen waren gefallen, 7000 wurden nach der Kapitulation erschossen, 21 000 kamen in die Vernichtungslager, die restlichen wurden in Arbeitslager eingewiesen. Deutsche Verluste: 16 Tote, 90 Verwundete.