Warhawk

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    amerikanischer Jagdeinsitzer und Jagdbomber Curtiss P-40. Die Warhawk war eine Weiterentwicklung der Curtiss P-36 und bei Kriegsausbruch als einziges US-Jagdflugzeug für die Großserienfertigung verfügbar: 1100 Warhawk dienten im Dezember 41 bei der US-Heeresluftwaffe, schließlich wurden 13 738 Stück bis Mitte 44 gebaut. Entsprechend zahlreich war dieses Baumuster in den kritischen Jahren 1942/43 auf allen Kriegsschauplätzen; auch die RAF benutzte die Warhawk in großer Zahl unter dem Beinamen Tomahawk, später Kittyhawk, als Jäger und v.a. als Jagdbomber mit 1000 kg Außenlasten in Fernost und im Mittelmeerraum. 2097 Warhawks gingen an die UdSSR.

    Die Maschine wurde im Lauf der Bauzeit immer schwerer bewaffnet (bis 6x12,7-mm-MG), gepanzert und mit selbstdichtenden Treibstofftanks ausgerüstet. Auf Kurvenkämpfe mit der japanischen Zero durfte sie sich allerdings nicht einlassen; auch der Me 109 war sie unterlegen, allein dem Jagdflieger-As Marseille fielen 101 Warhawks zum Opfer. Bei den Endkämpfen in Nordafrika wurden die Warhawks zu einem gefährlichen Gegner der deutschen Transportflieger. Zusammen mit Spitfires vernichteten sie am 18.4.43 beim so genannten Palmsonntag-Massaker aus einem Verband von 90 Ju 52 nach alliierten Unterlagen 58 Maschinen. Die bekannteste Warhawk-Einheit im Fernen Osten waren die Flying Tigers, eine amerikanische Gruppe, die unter General Chennault auf chinesischer Seite gegen die Japaner kämpfte und ihre Maschinen mit einem Haifisch-Emblem am Kühler schmückte.