Walter von Unruh

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher General der Infanterie (11.7.42)

    geboren: 30. Dezember 1877 Tillendorf (Fraustadt) gestorben: 1956 Bad Berneck


    1896 zum Heer, in der Reichswehr Oberst (1.4.24), Abschied mit dem Charakter als Generalmajor am 28.2.27. Mit dem Charakter als Generalleutnant wurde Unruh bei der Mobilmachung am 27.8.39 wieder ins Heer übernommen und am 24.7.41 endgültig zum Generalleutnant befördert. Am gleichen Tag trat er seinen Dienst als Kommandant der Festung Brest-Litowsk an, wurde am 15.9.41 Kommandeur des rückwärtigen Heeresgebiets (Korück) im Raum Smolensk, im Dezember 41 im Bereich der Lücke zwischen der 2. und 4. Armee im Mittelabschnitt der Ostfront und im Januar 42 bei Roslawl.

    Berühmt-gefürchtet wurde Unruh als "Sonderbeauftragter für die Überprüfung des zweckmäßigen Kriegseinsatzes", der Heimat und Etappe nach den letzten tauglichen Männern durchkämmte, was ihm bei der Truppe den Spitznamen "Heldenklau" einbrachte. Am 23.7.44 schied er endgültig aus dem Heeresdienst aus.

    Im Ersten Weltkrieg mit dem Pour le Mérite ausgezeichnet.