Walter Schellenberg

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Geheimagent

    geboren: 16. Januar 1910 Saarbrücken gestorben: 31. Februar 1952 Turin


    Medizin- und Jurastudium, Mai 33 SS- und NSDAP-Beitritt, Sommer 34 zum SD-Hauptamt. Schellenberg war maßgeblich an der Bildung des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) beteiligt, in dem er 1939 die Amtsgruppe IVE (Spionageabwehr) und Ende 41 das Amt VI (Auslandsnachrichtendienst) übernahm. Schellenberg hatte wesentlichen Anteil an der Zerschlagung der Roten Kapelle und an der Entmachtung der Abwehr. Im Prozess vor dem Militärgerichtshof IV der USA in Nürnberg wurde er am 11.4.49 u.a. wegen Beihilfe zum Mord an sowjetischen Gefangenen zu 6 Jahren Haft verurteilt, aber schon im Dezember 50 schwer krank (Krebs) freigelassen.