Valiant

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    britisches Schlachtschiff, 4.11.14 Stapellauf, 19.2.16 in Dienst gestellt, 32 700 t, 23 Knoten, 195 m lang, 27,6 m breit, bis 951 Mann Besatzung; Bewaffnung: 8x38,1 cm, 20x1 1,4 cm, 84 kleinere Rohre.

    Bei Kriegsbeginn noch im Umbau, griff die Valiant erst bei Anlaufen des deutschen Unternehmens "Weserübung" im April 40 vor Norwegen in die Kämpfe ein und deckte Transporte von Invasionstruppen und im Juni 40 auch deren Rückführung. Danach wurde sie der Force H im Mittelmeer zugeteilt und gehörte zur Kampfgruppe, die am 3.7.40 die französische Flotte in Mers el-Kebir zusammenschoss. Sie diente anschließend zur Sicherung von Geleitzügen und Truppentransporten, nahm Ende November 40 an der Seeschlacht bei Kap Teulada (Sardinien) teil, beschoss am 19.12.40 Valona (Albanien) und am 3.1.41 Bardia, gehörte in der Seeschlacht bei Kap Matapan zur Force A (Cunningham) und griff mit der Mittelmeerflotte in der Nacht 20./21.4.41 Tripolis an, wo 6 Frachter und 1 Zerstörer getroffen wurden. Auf dem Rückmarsch durch Minentreffer leicht beschädigt, wurde die Valiant am 21.5.41 bei Luftangriffen während der Kämpfe um Kreta von zwei Bomben getroffen und am 19.12.41 im Hafen von Alexandria von italienischen Torpedoreitern auf Grund gesetzt. Zeitweise zur British Eastern Fleet in Ceylon verlegt, kämpfte die Valiant seit Juni 43 wieder im Mittelmeer, deckte mit der Force H (Willis) die Landungen auf Sizilien (10.7.43) und in der Bucht von Salerno (9.-16.9.43). Im Januar 44 traf sie erneut im Indischen Ozean zur Verstärkung der Eastern Fleet ein, mit der sie Raids gegen Sumatra (April und Juli 44) und Java (Mai 44) unternahm. Beim Eindocken in Trincomalee (Ceylon) wurde die Valiant am 8.8.44 bei einem Dockbruch schwer beschädigt und musste zur Reparatur nach England zurückkehren (Januar 45). Nach Kriegsende Heizer-Schulschiff in Devonport; November 48 abgewrackt.