Torpedokrise

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Massierung von Fehlschüssen deutscher U-Boote v.a. beim Unternehmen "Weserübung" (April 40). Nachdem im Verlauf der Operationen vor Norwegen trotz günstiger Schusspositionen kein britisches Kriegsschiff erfolgreich getroffen worden war, setzte der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine eine Kommission zur Untersuchung der Gründe für die Torpedokrise und zu ihrer Behebung ein. Es wurden massive Mängel bei der Tiefensteuerung und Probleme mit der modernen magnetischen Abstandszündung ermittelt. Als Konsequenz ergaben sich Bemühungen um Verbesserungen an der Steuerung und Rückkehr zum Aufschlagzünder des 1. Weltkriegs. Gegen die Verantwortlichen der Torpedoentwicklung wurden in einem Kriegsgerichtsverfahren Strafen verhängt, über zwei Jahre dauerte die Neuentwicklung eines einwandfrei arbeitenden modernen Torpedos für die U-Boote, denen er damit in der erfolgversprechendsten Phase des Zufuhrkrieges 1941/42 fehlte.