Tirpitz

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutsches Schlachtschiff, benannt nach dem Kaiserlichen Generaladmiral Alfred v. Tirpitz (1849-1930), Stapellauf 1.4.39, in Dienst gestellt 25.2.41, 42 900 t, 251 m lang, 36 m breit, maximal 30,8 Knoten, 2600 Mann Besatzung; Bewaffnung: 8x38 cm, 12x15 cm, 16x10,5-, 16x3,7- und bis 58x2-cm-Flak, 8 Torpedorohre, 6 Bordflugzeuge Arado Ar 196. Die Tirpitz wurde im Januar 42 nach Norwegen verlegt und unternahm von dort aus Vorstöße gegen den alliierten Konvoiverkehr im Nordpolarmeer und gegen Landziele wie z.B. im September 43 beim Unternehmen "Sizilien" gegen Spitzbergen. Am 21./22.9.43 drangen britische Kleinst-U-Boote in den Netzkasten der bei Narvik liegenden Tirpitz ein und beschädigten sie durch Grundminen so schwer, dass sie bis März 44 ausfiel. Danach richteten sich zahlreiche britische Luftangriffe gegen das im Altafjord liegende Schiff, das u.a. am 3.4.44 beschädigt wurde. Am 12.11.44 trafen britische Maschinen die Tirpitz mit 6-t-Spezialbomben, der Turm flog in die Luft, die Backbordseite wurde völlig eingedrückt, sodass das Schlachtschiff kenterte und 1204 Seeleute mit in die Tiefe riss. Nach dem Krieg wurde das Wrack abgebrochen.