Tiger II

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher schwerer Panzerkampfwagen VI (SdKfz 182) Königstiger, verbesserte Version des Tiger I, 69,7 t, 7,26 m (mit Rohr 10,26 m) lang, 3,75 m breit, 3,09 m hoch, Panzerung 150 (Fahrerfront) bis 185 mm (Turmfront). Mit einem 600-PS-Motor erreichte der Tiger II auf der Straße maximal 41 km/h und im Gelände 17 km/h bei einem Fahrbereich von 170 bzw. 121 km, Kraftstoffverbrauch 500 Liter pro 100 km Straße. Der Tiger II konnte 84 Granaten für seine 8,8-cm-Kampfwagenkanone 43 L/71 mitführen, die eine Mündungsgeschwindigkeit bis 1000 m/s hatte, die weitere Bewaffnung bestand aus 2x7,92-mm-MG. Im Dezember 43 begann die Firma Henschel in Kassel mit dem Serienbau des Tiger II, im Januar 44 wurden die ersten 5 Exemplare abgeliefert, die größte Monatsproduktion im August 44 betrug 94 Stück. Größere Zahlen konnten auch wegen der ständigen Luftangriffe auf die Fertigungsstätten nicht erreicht werden, sodass es bei einer Gesamtproduktion von 459 Stück blieb. Der seit Herbst 44 bei den selbständigen schweren Heerespanzerabteilungen eingesetzte Tiger II war der am besten gepanzerte und feuerstärkste Kampfwagen des Krieges.