Taiho

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    japanischer Flugzeugträger, 7.4.43 Stapellauf, 7.3.44 in Dienst gestellt, 29 300 t, 33 Knoten, 253 m lang, 27,7 m breit, 1751 Mann Besatzung; Bewaffnung: 12x10 cm, zahlreiche Rohre kleinerer Flak, 84 Flugzeuge. Die Taiho, als Gegenstück zur amerikanischen Essex-Klasse gedacht, war der erste japanische Träger mit einem gepanzerten Flugdeck. Zum ersten größeren Einsatz kam sie bei der Schlacht in der Philippinensee (Juni 44) im Verband der Trägergruppe A als Flaggschiff des japanischen Oberbefehlshabers Vizeadmiral Ozawa, der seine Trägerflugzeuge außerhalb der Reichweite der amerikanischen Task Force 58 (Mitscher) starten lassen, nach Angriff auf Guam zwischenlanden und beim Rückflug erneut die US-Flotte vor Saipan angreifen wollte. Der Plan scheiterte an der amerikanischen Radarortung, die die japanische Luftarmada (372 Maschinen) schon auf 150 km erfasste und Jägern und Schiffsflak 242 Abschüsse ermöglichte ("Truthahnschießen"). Am 19.6.44 wurde die Taiho vom amerikanischen U-Boot Albacore torpediert, Schwelbrände im Schiffsinnern brachen aus und entzündeten ausgetretene Benzindämpfe. Ozawa konnte noch seinen Befehlsstand auf den Kreuzer Haguro verlegen, ehe Explosionen die Taiho zerstörten, die 1650 Mann mit in die Tiefe riss.