T-34

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Zusammengeschossener sowjetischer T-34-Panzer

    mittelschwerer sowjetischer Panzerkampfwagen; Gewicht 26,3 bis 32 t, 500 PS, 53 km/h Höchstgeschwindigkeit, 300 bis 450 km Fahrbereich (Straße), 7,62-cm-Feldkanone (seit Sommer 44 8,5-cm-Fla-Kanone), 2x7,62-mm MG, 4 Mann Besatzung, Prototyp 1939, Serienproduktion seit Juni 40, insgesamt rund 40 000 Stück gebaut. Der T-34 tauchte erstmals im August 41 vor den deutschen Linien auf und erwies sich den deutschen Kampfwagen Panzer III und IV an Feuerkraft und Beweglichkeit weit überlegen. Sein trapezförmiger Aufbau und die starke Panzerung boten ihm zudem einen guten Schutz gegen Direktbeschuss, seine breiten Ketten erzeugten geringen Bodendruck, sodass er auch bei großen Schlamm- und Schneemassen geländegängig blieb. Besonders auffällig waren die ungewöhnlich hohe Geschwindigkeit und die sehr gute Manövrierfähigkeit, die ihm selbst gegen die überlegenen Tiger und Panther eine Chance gaben. Gegen Luftangriffe aber und gegen Direktbeschuss mit der 8,8-cm-Flak oder der "Raketenpanzerbüchse 44" (Ofenrohr) war er ungenügend geschützt und erlitt hohe Verluste insbesondere durch den zur "fliegenden Pak" umgerüsteten Stuka mit zwei 3,7 cm-Bordkanonen. Dennoch gab es anfangs auf deutscher Seite Überlegungen, den T-34 zu kopieren. Das scheiterte jedoch u.a. an der Unmöglichkeit, den sparsamen Aluminiumdieselmotor nachzubauen. Mit dem T-34/85 kam 1943/44 die letzte Version zum Einsatz, die 5 Mann Besatzung hatte und bis in die 1950er Jahre Standardpanzer der Warschauer-Pakt-Staaten blieb.