Suezkanal

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Schifffahrtsstraße zwischen Mittelmeer und Rotem Meer/Indischem Ozean, 1869 eröffnet, 168 km lang, befahrbar für Schiffe bis 11,6 m Tiefgang. Der Suezkanal, der den Seeweg von Europa nach Süd- und Südostasien drastisch verkürzt, gehörte zu Ägypten, wurde aber gemäß Abkommen von 1936 von Großbritannien verteidigt. Die britische 8. Armee in Nordafrika erhielt ihren Nachschub zum großen Teil durch den Suezkanal, der daher oft Ziel deutscher Luftangriffe und Fernziel der Offensiven Rommels war. Es gelang jedoch weder der Luftwaffe noch der Panzerarmee Afrika, diese Lebensader der britischen Land- und Seestreitkräfte im Mittelmeerraum zu unterbrechen. Die Gefahr für den Suezkanal, die sich nach der Wegnahme Tobruks und dem Vormarsch der deutsch-italienischen Truppen bis vor Alexandria im Sommer 42 abzeichnete, wurde durch den Sieg Montgomerys bei El Alamein, den er nicht zuletzt dem breiten Nachschubstrom durch den Suezkanal zu verdanken hatte, endgültig abgewendet.