Strasbourg

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    französisches Schlachtschiff, 12.12.36 Stapellauf, Dezember 38 in Dienst gestellt, 26 500 t, 30 Knoten, 214,5 m lang, 31,1 m breit, bis 1431 Mann Besatzung; Bewaffnung: 8x33 cm, 16x13 cm, zahlreiche kleinere Rohre Flak. In der ersten Kriegsphase beteiligte sich die Strasbourg unter Kapitän zur See Collinet seit Oktober 39 ohne Erfolg an der Jagd auf das deutsche Panzerschiff Admiral Graf Spee, verlegte am 27.4.40 ins Mittelmeer und lag nach der Niederlage Frankreichs in Mers el-Kebir. Dort am 3.7.40 von einem britischen Flottenverband überfallen, gelang ihr leicht beschädigt der Ausbruch nach Toulon. Als Flaggschiff des Oberbefehlshabers der französischen Hochseeflotte Admiral de Laborde gab die Strasbourg am 27.11.42 beim deutschen Unternehmen "Lila" das Signal zur Selbstversenkung der Kriegsschiffe, die etwa 100 Einheiten mit 230 000 t gelang. Das in 14 m tiefem Wasser auf Grund gesetzte Schiff wurde am 17.4. von den Italienern geborgen, das Wrack im Mai 44 an die französische Marine zurückgegeben und am 18.8.44 durch US-Flugzeuge erneut versenkt. August 45 wieder geborgen und für Sprengversuche unter Wasser genutzt, Mai 55 abgewrackt.