Stirling

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    schwerer britischer Bomber der Firma Short, Erstflug 14.5.39. Die Stirling kam als erstes viermotoriges Baumuster des RAF Bomber Command mit 7 Mann Besatzung und bis zu 6350 kg Bombenzuladung über dem Kontinent zum Einsatz. Sie war seit Februar 41 in wachsender Zahl bei schließlich 11 Staffeln an der Nachtbomberoffensive beteiligt, so u.a. bei Angriffen auf Turin, Pilsen, Brest und viele deutsche Städte, v.a. Berlin; dabei auch Verwendung als Pfadfinder. Von 1943 an wurde die Stirling als Nachtbomber durch die moderneren Halifax und Lancaster abgelöst, da insbesondere ihre Höhenleistungen nicht befriedigten. Die Maschine entstammte einem Entwicklungsauftrag von 1936, der nach der Sudetenkrise 1938 forciert wurde; die RAF bestellte 1500 Stück. Im Kriege wuchs die Gesamtproduktion auf 2383 Exemplare verschiedener Bauserien, wobei die Stirling zuletzt als Minenleger, Transporter und v.a. als Schleppflugzeug diente. Sie brachte bei den großen alliierten Luftlandeunternehmen einen Hamilcar- oder bis zu 5 Horsa-Lastensegler ans Ziel.