Stalinorgel

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    bei den deutschen Truppen übliche Bezeichnung für den sowjetischen Raketenwerfer Katjuscha (oder Maria Iwanowna). Die erstmals vor Leningrad am 21.9.41 aufgetauchte Stalinorgel bestand aus schwenkbaren 2,5 bis 5 m langen Leitschienen, die auf Lastkraftwagen montiert wurden, und verschoss elektrisch gezündete Granaten verschiedenen Kalibers auf Entfernungen zwischen 2500 und 8400 m. Die leichtere, zunächst eingesetzte Version BM 8 feuerte Salven von 32 oder 36 Geschossen vom Kaliber 7,5 und 8,2 cm ab, die schwerste Stalinorgel brachte es bis auf 54 bis zu 80 kg schwere Granaten vom Kaliber 40,6 cm. Die geringe Schussgenauigkeit der Stalinorgel wurde durch Masseneinsatz, schnelle Schussfolge, Flächenabdeckung, ungeheure Beweglichkeit durch den Lastkraftwagentransport und v.a. die verheerende moralische Wirkung des Salvenfeuers ausgeglichen, verstärkt durch das jaulende Abschussgeräusch.