Sir William Sholto Douglas

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1915 zum Royal Flying Corps in Frankreich, nach dem 1. Weltkrieg Verkehrspilot, 1920 Fortsetzung der Offizierslaufbahn in der RAF, 1938 Air Vice Marshal (Generalleutnant) und Assistent beim Chef des britischen Luftstabes. Als Nachfolger Dowdings wurde Douglas im November 40 Chef des Fighter Command, das unter seiner Führung in der Luftschlacht um England zur Offensive überging. Im Januar 43 folgte die Ernennung zum Oberbefehlshaber der britischen Luftstreitkräfte im Nahen Osten und im Januar 44 zum Chef des Küstenkommandos der RAF, das er erfolgreich gegen die deutschen U-Boote im Atlantik und bei der Sicherung der Invasion in der Normandie Juni 44 führte. Im Juni 45 wurde Douglas Oberbefehlshaber der RAF in der britischen Besatzungszone in Deutschland und im Januar 46 Nachfolger Montgomerys als Militärgouverneur und britischer Vertreter im Alliierten Kontrollrat. In dieser Funktion unterschrieb er nach dem Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher das Todesurteil für Göring, gegen den er 1918 in Frankreich als Jagdflieger gekämpft hatte. Douglas verließ 1948 die RAF und wurde Direktor der British European Airways (BEA).