Sir Kenneth Anderson

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Absolvent der Militärakademie Sandhurst (1911), im 1. Weltkrieg in Frankreich verwundet (1916), danach im Nahen Osten; in der Zwischenkriegszeit verschiedene Kommandos in Indien, Palästina und zuletzt als Chef der 11. Infanteriebrigade in England.

    Anderson war im Frankreichfeldzug bei den britischen Expeditionstruppen Oberbefehlshaber der 3. Infanteriedivision, mit der er aus Dünkirchen entkam. Beim Unternehmen "Torch", der angloamerikanischen Landung in Nordafrika (8.11.42), führte er die britische 1. Armee, deren Einheiten als erste in Algerien Fuß fassten. Sein erster Vorstoß auf Tunis scheiterte jedoch am deutschen Widerstand, und im Februar 1943 erlitten Andersons Truppen bei Kasserine eine schwere Schlappe. Erst im April 1943 gelang der weitere Vormarsch und im Mai der endgültige Sieg. Danach zunächst als Oberbefehlshaber der britischen 2. Armee für die Invasion in der Normandie vorgesehen, wurde Anderson jedoch im Januar 1944 durch Dempsey ersetzt und zum Fernostkommando versetzt.

    Nach dem Krieg war er Oberbefehlshaber in Ostafrika und 1947 bis 52 Gouverneur von Gibraltar.