Sippenhaft(ung)

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    straf- und/oder vermögensrechtliche Haftbarmachung von Angehörigen eines - z.B. nicht greifbaren oder renitenten - Straftäters. Schon vor dem Krieg gegen Familien von politischen Gegnern ohne Rechtsgrundlage praktiziert, sollte die mit OKW-Befehl vom 5.2.45 angeordnete Sippenhaft für die Angehörigen von zum Tod verurteilten "Landesverrätern" zur Abschreckung dienen, am Überlaufen hindern und Gefangene von der Zusammenarbeit mit der Gewahrsamsmacht abhalten. Die Sippenhaft ging bis zur Androhung der Todesstrafe.