Sidi Rafa'a

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (Bardia Littoria/Cyrenaika), vorübergehend Hauptquartier Rommels im Afrikafeldzug. Sidi Rafa?a war im November 41 Ziel eines britischen Kommandounternehmens, bei dem der deutsche Oberbefehlshaber und sein Stab ausgeschaltet werden sollten. Von Alexandria aus wurde am 10.11. ein 59 Mann starker Trupp des 11. (Scottish) Commando unter Oberst Laycock auf 2 U-Booten in Marsch gesetzt. Wegen schwerer See konnten nur 40 Mann bei Sidi Rafa?a gelandet werden und sich mit Hilfe von arabischen Einwohnern verbergen. Vor dem eigentlichen Angriff auf das Haus, in dem Rommel vermutet wurde, durchtrennten Spezialisten alle Fernmeldeverbindungen nach Sidi Rafa?a und drangen in der Nacht 17./18.11. in das fragliche Gebäude ein. Nach heftiger Gegenwehr der dort einquartierten deutschen Soldaten mussten sich die Briten unter Zurücklassung von Gefallenen zurückziehen, konnten sich aber wegen erneut schlechten Wetters nicht einschiffen und wurden gefangengenommen, nur 2 Mann entkamen. Das Unternehmen gegen Sidi Rafa?a war von vornherein zum Scheitern verurteilt, da sich Rommel am Tag des Überfalls in Rom aufhielt und sein Stab inzwischen weiter östlich untergebracht war.