Semjon Konstantinowitsch Timoschenko

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Sowjetmarschall

    geboren: 18. Februar 1895 in Furmanowka gestorben: 1. April 1970 in Moskau


    1915 Eintritt in die Zarenarmee, im Bürgerkrieg Februar 18 zur Roten Armee, Kommandeur der 6. Kavalleriedivision unter Budjonny. Als Befehlshaber im Militärbezirk Kiew marschierte Timoschenko am 17.9.39 mit seinen Truppen gemäß Vereinbarung im Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffsvertrag in Ostpolen ein, nahm als Oberbefehlshaber der Nordwestfront am Winterkrieg gegen Finnland teil und wurde am 6.5.40 als Nachfolger Woroschilows Volkskommissar für Verteidigung. Am 2.7.41, nach dem deutschen Angriff, löste er Armeegeneral Pawlow, der hingerichtet wurde, als Oberbefehlshaber der Westfront ab, wechselte am 20.9. zur Südwestfront, deren Oberbefehlshaber Kirponos gefallen war, und konnte den deutschen Vormarsch erst am Don zum Stehen bringen. Eine schwere Niederlage erlitt Timoschenko beim Angriff auf Charkow seit 12.5.42, bei dem 240 000 Rotarmisten in deutsche Gefangenschaft gerieten. Im Juli 42 zeitweise Oberbefehlshaber der Stalingradfront, übernahm Timoschenko am 23.7.42 die Nordwestfront, die er bis November 43 führte, ehe er mit der Koordinierung des Einsatzes der 2. und 3. Ukrainischen Front betraut wurde. Nach dem Krieg war er 10 Jahre lang Befehlshaber im Militärbezirk Weißrussland und ging 1960 in den Ruhestand.