Seetakt

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Tarnname eines Funkmessgeräts der deutschen Kriegsmarine, seit 1934 parallel zu Freya entwickelt. Seetakt, das zunächst auf 50-, dann auf 80-cm-Welle arbeitete, lieferte der Schiffsartillerie als erstes Feuerleitgerät Zieldaten auf Radarbasis und wurde wegen seines gitterförmigen Antennenaufbaus auch "Matratze" genannt. Alle größeren deutschen Kriegsschiffe wurden nach Erprobung u.a. auf der Admiral Graf Spee mit dem Seetakt ausgerüstet, das während des gesamten Krieges in Gebrauch blieb. Spätestens seit 1942 war es jedoch den alliierten Geräten weit unterlegen, da eine Verbesserung durch Umstellung vom Dezimeter- auf den Zentimeterwellenbereich nicht gelang.