Schnorchel

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Luftmast für deutsche U-Boote. Der auf erbeuteten niederländischen U-Booten entdeckte Schnorchel wurde erst 1943 von der deutschen Kriegsmarine aufgegriffen und auf U 58 erprobt. Es handelte sich um ein klappbares Zuluft- und Abgasrohr mit Kugelschwimmerverschluss, das Unterwasserfahrten mit Diesel- statt Elektroantrieb ermöglichte, sodass auch das riskante Auftauchen zum Aufladen der Akkus entfiel. Im Frühjahr 44 kamen die ersten Boote mit Schnorchel zum Einsatz und vom 1.6.44 an durften auf Befehl von Dönitz nur noch Boote mit Schnorchel in den Atlantik auslaufen. Die Höchstfahrt mit Schnorchel von 4-6 Knoten knapp unter der Wasseroberfläche reichte für Angriffszwecke zwar nicht aus, doch führte die erschwerte Ortung zu deutlicher Steigerung der Versenkungsziffern, die Verluste gingen merklich zurück.