Sanitätskompanie

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Wehrmachtseinheit zur Versorgung frisch Verwundeter und zur Anlage des Hauptverbandplatzes und der Leichtverwundetensammelplätze. Jede Heeresdivision verfügte in der Regel über 2 Sanitätskompanien, die unterschieden wurden nach Aufgabenverteilung in bespannte Gruppen a und a (motorisiert), die über Krankenkraftwagen verfügten, sowie b bzw. b (motorisiert), die in gleicher Weise beweglich waren. Im Bewegungskrieg erwiesen sich die bespannten Sanitätskompanien als zu langsam, weshalb sie nur selten im unmittelbaren Frontbereich zum Einsatz kamen. Die Sanitätskompanien vom Typ a war so gegliedert: Gruppe Führer, Nachrichtenstaffel, 1. und 2. Zug, die jeweils wieder in eine Krankenträger- und eine Hauptverbandplatzstaffel geteilt waren; Stärke 286 Mann, bei a (motorisiert) nur 270. Die Sanitätskompanien vom Typ b, deren Einsatz in nächster Nähe der kämpfenden Truppe geplant war, besaßen für zusätzliche Aufgaben einen 3. Zug und eine Wirtschaftsgruppe; ihr 1. Zug war der Krankenträger-, der 2. der Hauptverbandplatz- und der 3. der so genannte Ergänzungszug, dessen Personal auch in der Versorgung eventuell Kampfstoffverletzter ausgebildet war. Entfiel diese Aufgabe, so löste er andere Züge ab. Wegen geringerer Krankenträgerzahlen umfasste die Sanitätskompanie vom Typ b nur 157 bzw. 178 Mann. Für die medizinische Versorgung standen mindestens 2 Chirurgen und 1 Heeresapotheker zur Verfügung. Der 2. Zug der Sanitätskompanie vom Typ b (motorisiert) hatte einen Zahnarzt. Der Einsatz der beiden Sanitätskompanien einer Division erfolgte "ablösend" oder "überschlagend", d.h. die auf dem Marsch nachfolgende Sanitätskompanie übernahm einen bereits eingerichteten Hauptverbandplatz oder marschierte daran vorbei und errichtete einen neuen.