Salamander

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Beiname des deutschen Düsenjägers Heinkel He 162, Erstflug 6.12.44. Als materialsparender "Volksjäger" sollte die Salamander mit hastig ausgebildeten jungen Soldaten im Masseneinsatz die alliierte Bomberoffensive stoppen. Am 8.9.44 hatte das Luftfahrtministerium in einem Notprogramm Entwürfe für einen leichten, 750 km/h schnellen Abfangjäger angefordert. Er sollte zur Jahreswende produktionsreif sein und innerhalb kürzester Frist mit minimalem Aufwand an Rohstoffen als "Verbrauchsgerät" in die Massenfertigung gehen. Heinkel meisterte den Konstruktionsauftrag termingerecht; noch während der Flugerprobung lief die Serienproduktion in verschiedenen Fabriken an, darunter das Werk "Mittelbau" bei Nordhausen. Später sollte die Endmontage des Jagdeinsitzers direkt auf den Einsatzhorsten erfolgen. Bei Kriegsende befanden sich etwa 800 Salamander in mehr oder weniger fortgeschrittenem Bauzustand, etwa 100 waren fertig gestellt, lagen aber meist wegen Treibstoffmangels fest wie die etwa 50 Maschinen des JG 1 in Leck (Schleswig).

    Die Serienvariante He 162 A hatte eine BMW-Stahlturbine von 810 kp Schub, erreichte maximal 838 km/h und war mit 2x20-mm-Kanonen bewaffnet.