Saipan

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Hauptinsel der nördlichen Marianen im westlichen Pazifik mit 122 km² und rund 47 000 Einwohnern (1940), Hauptort Garapan. Saipan war erstes Ziel der amerikanischen Operation "Forager" zur Eroberung der strategisch bedeutenden Inselgruppe. Am 15./17.6.44 landete das V. amphibische Korps (Smith) im Süden der Insel mit 2 Divisionen Marineinfanterie und einer Heeresdivision; das Unternehmen wurde von 7 Schlachtschiffen, 11 Kreuzern und 4 Trägern gedeckt, die etwa 200 japanische Flugzeuge außer Gefecht setzten. Insgesamt wurden 67 451 Mann an Land gebracht, wo die japanische 31. Armee unter Vizeadmiral Nagumo, dem "Helden von Pearl Harbor", verteidigte. Er konnte die Bildung des Landekopfs nicht verhindern und musste nach Norden zurückweichen. Ehe er am 6.7.44 wie der örtliche Befehlshaber Generalleutnant Saito Selbstmord beging, rief er seine Soldaten zu einem letzten Banzai-Angriff auf, der aber am folgenden Tag im mörderischen Feuer der amerikanischen 4. Marineinfanteriedivision liegen blieb, sodass der japanische Widerstand am 9.7. endgültig erlosch. Er hatte bis auf rund 1000 Mann die gesamte Garnison auf Saipan, 32 000 Soldaten, das Leben gekostet. Auch etwa 20 000 Zivilisten wurden Opfer der Kämpfe oder begingen Selbstmord, indem sie sich von den Klippen ins Meer stürzten. Amerikanische Verluste: 3426 Tote und 10 600 Verwundete.