S.M. 79

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    italienischer Mittelstreckenbomber der Firma Savoia Marchetti. Der zivile Vorläufer der S.M. 79, ein schnelles Verkehrsflugzeug für 8 Personen, flog erstmals 1934 und erzielte 6 internationale Geschwindigkeitsrekorde. Das militärische Ausgangsmodell kam 1937/38 im Spanischen Bürgerkrieg zur Erprobung, beim Kriegseintritt (10.6.40) verfügte die Regia Aeronautica über 594 der dreimotorigen S.M. 79, die unter dem Beinamen Sparviero (Sperber) Italiens bekanntester und zahlenmäßig wichtigster Bomber des Krieges wurde. Er eignete sich dank seiner außerordentlichen Manövrierfähigkeit besonders zum Torpedoangriff und wurde seit Ende 39 speziell zu diesem Zweck in einer verbesserten Serie gebaut. Unter allen landgestützten Bombern erzielte diese Version II mit ihren immer wieder als heldenmütig gerühmten Besatzungen die höchsten Versenkungsziffern im Mittelmeer. Typisch für diesen leinwandverkleideten "Sperrholzbomber" war ein Buckel für zwei MG-Stände auf der Rumpfoberseite. Die Abwehrbewaffnung betrug insgesamt 3x12,7-mm und 1x7,7-mm-MG. Weitere Daten: 3x1000 PS, maximal 475 km/h in 4000 m Höhe, bis zu 1250 kg Bomben oder zwei Torpedos, 4 Mann Besatzung. Insgesamt wurden 1330 S.M. 79 gefertigt, zuletzt die Version III für die republikanisch-faschistischen Luftstreitkräfte in Norditalien.