Ruhrgebiet

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    bedeutendstes Industrierevier des Deutschen Reiches zwischen Rhein - Ruhr - Lippe. Als Zentrum der Steinkohleförderung, Stahlerzeugung und Rüstungsproduktion (Krupp u.a.) war das Ruhrgebiet neben der Reichshauptstadt das Hauptziel der alliierten Bomberoffensive gegen Deutschland. Am 17.5.40 griffen erstmals 99 britische Bomber Öllager und Eisenbahnanlagen im Ruhrgebiet an. Einen ersten Höhepunkt erreichten die Bombardierungen in der Zeit vom 5.3. bis 28.6.43, als die RAF mit einer "Battle of the Ruhr" die deutsche Kriegsproduktion tödlich zu treffen versuchte. Rund 22 000 t Bomben gingen nieder, doch der angestrebte Erfolg blieb weitgehend aus, da die meisten Betriebe schon nach kurzer Pause wieder die alten Produktionsziffern erreichten. Schwer getroffen wurde dagegen die Zivilbevölkerung in den großen Städten wie Essen, Duisburg, Bochum, Gelsenkirchen, Dortmund, wo über 32 000 Menschen bis Kriegsende ums Leben kamen.