Rudeltaktik

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    nach dem Vorbild der Angriffsweise von Wolfsrudeln gewählte Bezeichnung für das gruppenweise Angreifen der deutschen U-Boote v.a. in der Atlantikschlacht. Schon im 1. Weltkrieg vereinzelt angewandt, kam die Rudeltaktik, von Dönitz entwickelt und perfektioniert, durch die modernen Nachrichtenmittel erst im Krieg 1939-45 zum Tragen. Sie war die Antwort auf das System der Geleitzüge, deren Bekämpfung auch die Zusammenfassung der U-Boot-Kräfte erforderte. Von Land aus wurden die Boote an die Konvois herangeführt, wo dann ein Führer den weiteren Kampf leitete, von Land kontinuierl. mit Lagedaten versorgt. Erstmals im Oktober 39 angewandt, konnte die Rudeltaktik zunächst nur begrenzte Erfolge erzielen, da zu wenige Boote zur Verfügung standen. Erst 1941/42 entfaltete sie ihre volle Wirksamkeit und brachte Großbritannien an den Rand einer Niederlage. Mit Verbesserung der alliierten Abwehrmittel durch Radar und Einbruch in den deutschen Code mit Hilfe von "Ultra" musste die Rudeltaktik im Mai 43 wegen zu hoher Verluste wieder aufgegeben werden.