Rom (Stadt)

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Hauptstadt Italiens am Tiber mit 1,4 Millionen Einwohnern (1940). Rom war am 19.7.43 nach der Landung der Angloamerikaner auf Sizilien erstmals Ziel eines alliierten Luftangriffs mit 270 Viermotorigen, die 166 Zivilisten töteten und 1659 verwundeten. Als Italien am Anfang September 43 mit den Alliierten einen Sonderwaffenstillstand schloss, besetzten im Rahmen des Unternehmens "Achse" am 10.9. die deutsche 3. Panzergrenadierdivision und die 2. Fallschirmjägerdivision Rom nach Niederkämpfen bzw. Kapitulation der italienischen Verteidiger unter Korpsgeneral Giacomo Carboni. Die ursprünglich geplante Entsendung einer amerikanischen Luftlandedivision zur Unterstützung der Italiener musste mangels klarer italienischer Zusagen und wegen der um Rom massierten deutschen Kräfte abgeblasen werden. Wegen des zähen Widerstands der deutschen Verteidiger am Monte Cassino blieb die Stadt noch bis zum Sommer 44 in deutscher Hand. Erst am 4.6. räumte die deutsche 14. Armee (v. Mackensen) das von Generalfeldmarschall Kesselring zur "Offenen Stadt" erklärte Rom, in das Einheiten der 5. US-Armee (Clark) einzogen. Da die Tiberbrücken intakt geblieben waren, hatten die deutschen Nachhuten durch die sofort nachstoßenden amerikanischen Panzertruppen schwere Verluste. Rom wurde Sitz der italienischen Regierung unter Badoglio.