Ritterkreuz

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    "Das Ritterkreuz aus der Hand des Führers" für die Eroberung von Eben Emael

    des Eisernen Kreuzes (EK), am 1.9.39 gestiftete zweithöchste Stufe des EK als Ersatz für die höchsten Kriegsauszeichnungen des 1. Weltkriegs wie Pour le Mérite oder Militär-Max-Joseph-Orden. Das an schwarzweiß-rotem Band am Hals zu tragende Ritterkreuz, größer als das EK, wurde rund 7300-mal verliehen, nicht nur an Wehrmachtsangehörige, sondern vereinzelt auch an Volkssturm, RAD, Polizei u.a. sowie an verbündete Ausländer (43 Träger).

    Als höchste Tapferkeitsauszeichnung erfuhr es im Verlauf des Krieges weitere Aufwertungen: Ritterkreuz mit Eichenlaub 3.6.40 (882 Träger, außerdem 8 Ausländer), dazu Schwerter 28.9.41 (erste Verleihung an Galland aber schon 21.6.41, insgesamt 159 Träger), dazu Brillanten 28.9.41 (erste Verleihung an Mölders aber schon 15.7.41, insgesamt 27 Träger) und das Ritterkreuz mit Goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten 29.12.44 (1 Träger: Rudel), das nur für 12-malige Verleihung vorgesehen war. Wie das EK darf das Ritterkreuz in der Bundesrepublik gemäß Gesetz vom 26.7.57 nur ohne Hakenkreuz getragen werden. Als Ritterkreuz wurde auch die höchste Stufe des Kriegsverdienstkreuzes bezeichnet.