Renown

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    britischer Schlachtkreuzer, 4.3.16 Stapellauf, 20.9.16 in Dienst gestellt, 30 000 t, 29 Knoten, 242,4 m lang, 31,3 m breit, bis 1205 Mann Besatzung; Bewaffnung: 6x38,1 cm, 20x11,4 cm, 86 kleinere Rohre. Bei Kriegsbeginn gehörte die Renown zur britischen Home Fleet und sicherte die gegen Deutschland verhängte Seeblockade, Anfang April deckte sie das britische Minenunternehmen "Wilfred" vor Norwegen, wo wenig später (9.4.) die deutsche Invasionsflotte für "Weserübung" erschien; in einem kurzen Gefecht mit den deutschen Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau erhielt sie zwei 28-cm-Treffer, die aber nicht detonierten. Bei der Evakuierung Narviks Anfang Juni 40 übernahm die Renown die Deckung. Im August 40 zur Force H ins Mittelmeer verlegt, wurde sie v.a. zur Konvoi-Sicherung eingesetzt (u.a. "Tiger"-Großkonvoi nach Malta, Mai 41), nahm als Flaggschiff von Vizeadmiral Somerville an der Seeschlacht bei Kap Teulada teil (Sardinien, Ende November 40), beschoss zusammen mit anderen Einheiten im Februar 41 Genua und lief Ende Mai 41 mit dem Gibraltargeschwader zur Jagd auf die Bismarck aus. Im November 42 sicherte die Renown im Verband der Force H (Syfret) die Landungen in Nordwestafrika im Rahmen des Unternehmens "Torch". Im August 43 diente sie Premierminister Churchill als Reiseschiff bei der Rückkehr von der Konferenz in Quebec, und auch zum Treffen in Kairo fuhr er mit der Renown (November 43). Im Januar 44 verstärkte sie die britische Eastern Fleet (Somerville), nahm an Raids gegen Sumatra teil (März/April und Juli 44) und gehörte seit 23.11.44 mit der Queen Elizabeth, 5 Geleitträgern, 8 Kreuzern und 24 Zerstörern zur britischen East Indies Fleet, die im Endkampf gegen die Japaner Landungen in Burma (Januar/Februar und Mai 45) deckte und Küstenbeschießungen durchführte.