Reggiane

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Re 2000 Falco, italienischer Jagdeinsitzer, Erstflug 24.5.39. Die gedrungene Reggiane Re 2000 Falco mit 986-PS-Sternmotor und 2x12,7-mm-MG zeigte sich im Kurvenkampf der Me 109 und der Macchi C. 200 überlegen, sie wurde jedoch so gut wie ausschließlich für den Export nach Schweden (60 Exemplare) und Ungarn (261 inklusive Lizenznachbau) hergestellt. Bei den ungarischen Jagdstaffeln an der Ostfront trug die Re 2000 den Namen Héja. Für die italienische Luftwaffe baute Reggiane, eine Tochterfirma von Caproni, die Re 2001 Falco II, die über Malta kämpfte und mit verstärkter Kanonenbewaffnung Nachtjagd über Norditalien flog, sowie eine Jagdbomberversion Re 2002 Ariete (Widder). Sie trug bis zu 650 kg Bomben und beteiligte sich im Juli 43 an der Verteidigung Siziliens. Hinzu kam die Re 2005 Sagittario (Bogenschütze) von 1943, eine Weiterentwicklung zu einem Hochleistungsjäger durch die deutschen Triebwerke DB 603 bzw. 605; sie bildete den Schlusspunkt der Reggiane-Produktion: 1x1475 PS, maximal 644 km/h in 7200 m Höhe, 3x20-mm-Kanonen und 2x12,7-mm-MG.