Portsmouth

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Stadt und britischer Kriegshafen an der Küste des Ärmelkanals mit 258 000 Einwohnern (1939). Portsmouth wurde gleich nach Beginn des deutschen Angriffs im Westen (10.5.40) von der deutschen Luftwaffe vermint und war in der Folgezeit, v.a. während der Luftschlacht um England, vielfach Ziel deutscher Luftangriffe, die vor allem den Hafenanlagen, Docks, Geschützfabriken und den Radarstationen galten, die erstmals am 12.8.40 getroffen wurden. Die schwersten Angriffe erlebte die Stadt am 10./11.1.41, als 153 deutsche Maschinen 148 t Sprengbomben und 1409 Brandschüttkästen abwarfen, und am 10./11.3.41, als 238 Bomber über Portsmouth erschienen und 193 t Sprengbomben sowie 1291 Brandschüttkästen ausklinkten; am 17./18.4.41 folgte noch ein Angriff mit 249 Flugzeugen. In der Folgezeit flaute die deutsche Fliegertätigkeit wegen des Krieges im Osten ab und wurde in begrenztem Umfang erst im Frühjahr 44 vom IX. Fliegerkorps (Peltz) mit geringer Wirkung wieder aufgenommen; letzter Angriff 23.5.44.