Pinguin

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Hilfskreuzer "Pinguin"

    deutscher Hilfskreuzer (Schiff 33), als solcher am 6.2.40 in Dienst gestellt unter Kapitän zur See Krüder; 7766 BRT, Länge 155 m, Breite 18,7 m, Höchstgeschwindigkeit 17 Knoten, 401 Mann Besatzung; Bewaffnung: 6x15 cm, 1x7,5 cm, 6 Rohre Flak, 4 Torpedorohre, 380 Minen, 2 Bordflugzeuge He 114 (dafür ab März 41 nur 1 Arado Ar 196). Die Pinguin lief am 15.6.40 von Gotenhafen aus, durchbrach eine Woche später die Dänemarkstraße und führte Handelskrieg im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean. Der Hilfskreuzer drang im Januar 41 sogar in antarktische Gewässer vor und kaperte Walfangschiffe. Danach operierte er erfolgreich an der afrikanischen Ostküste, konnte aber den britischen Tanker Emperor erst versenken, als dieser schon Hilfe herbeigefunkt hatte. Sie kam in Gestalt des Schweren Kreuzers Cornwall nahe den Seychellen und führte in einem Gefecht zum Untergang der Pinguin, als eine 20,3-cm-Salve des Kreuzers das Minendepot und damit das ganze Schiff explodieren ließ. 341 Mann der Besatzung und 200 Gefangene kamen um, die Cornwall rettete 60 Mann und 22 Gefangene. Mit der Pinguin ging der erfolgreichste Hilfskreuzer des Krieges (insgesamt 154 619 BRT) verloren.