Piercupie

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    litauisches Dorf bei Wilna. Am 3.6.44 wurden Angehörige des 3. Bataillons des 16. SS-Polizeiregiments in der Nähe von Piercupie von Partisanen angegriffen und bis auf einen, der flüchten konnte, getötet oder verschleppt. Als Repressalie wurde das Dorf umstellt, das Vieh abtransportiert, die Häuser wurden angezündet und die Einwohner in Scheunen getrieben, wo sie erschossen wurden, durch Handgranaten starben oder verbrannten. Nach Zeugenaussagen sind 29 Männer, 21 Frauen und 69 Kinder bei der Aktion getötet worden. 4 oder 5 Frauen des Dorfes wurden aus unbekannten Gründen vor dem Massaker zum Bataillonsstützpunkt gebracht. Ein Hamburger Verfahren gegen beteiligte Angehörige des Bataillons wurde 1977 eingestellt, nachdem schon 1976 ein in Düsseldorf anhängiges Verfahren gegen einen weiteren Beteiligten eingestellt worden war.