Piaggio P-108 B

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    italienischer Langstreckenbomber, Erstflug 24.11.39. Die Piaggio P-108 B war der einzige viermotorige Bomber der Regia Aeronautica; er wurde im Mai 41 in Dienst gestellt und kam ein Jahr später zur 274. Fernbomberstaffel, die wegen technischer Schwierigkeiten jedoch nie mehr als 7 oder 8 Maschinen einsatzklar melden konnte. Die Piaggo P-108 B nahm an Nachtangriffen auf die Festung Gibraltar und auf Häfen in Algerien während des alliierten Landeunternehmens "Torch" (November 42) teil. Insgesamt wurden 24 Bomber ausgeliefert. Sie erinnerten mit ihrem schlanken Rumpf und den 4x1350-PS-Piaggio-Doppelsternmotoren an die früheren Serienmuster der Boeing B-17. 13 Maschinen gingen bis zum Waffenstillstand im September 43 verloren, einen Monat zuvor war die Produktion ausgelaufen. Technisch interessant war der Einbau ferngesteuerter MG-Türme mit 2x12,7 mm auf der Verkleidung der beiden äußeren Motoren. Weitere Daten: maximal 430 km/h in 4200 m Höhe, Reichweite 2500 km mit 3500 kg Bombenzuladung, 6 Mann Besatzung.