Philip Louis Vian

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1907 zur Royal Navy, im 1. Weltkrieg v.a. auf Zerstörern, 1934 Kapitän zur See. Vian war bei Kriegsbeginn Befehlshaber einer Zerstörerflottille, befreite im Februar 40 mit seinem Führerschiff Cossack in norwegischen Gewässern britische Gefangene von dem deutschen Trossschiff Altmark und überlebte am 3.5.40 die Versenkung seines neuen Flaggschiffs Afridi durch deutsche Stukas. Erfolglos im Mai 41 an der Jagd auf die Bismarck beteiligt, übernahm Vian als Konteradmiral im Juli 41 die britische Force K und konnte bei einem Gefecht vor Nordnorwegen das deutsche Artillerieschulschiff Bremse versenken. Im Oktober 41 erhielt er das Kommando über die 15. Kreuzerdivision im Mittelmeer, führte sie erfolgreich in den beiden Gefechten in der Syrte (Dezember 41/März 42) und überlebte erneut die Versenkung seines Flaggschiffs, des Kreuzers Naiad, durch U 565. Vian war in der Folgezeit an allen Brennpunkten der Kämpfe im Mittelmeer von den großen Geleitzügen bis zu den Landungen auf Sizilien (Juli 43) und auf dem italienischen Festland (September 43). Bei der Invasion in Nordfrankreich (Juni 44) fungierte er als Oberbefehlshaber der Seestreitkräfte im östlichen (britischen) Sektor, wurde im November 44 zur britischen Pazifikflotte versetzt, wo er die Träger führte bei Angriffen auf Sumatra (Jahreswende 44/45), bei der Landung auf Okinawa (April 45) und bis Kriegsende bei Angriffen auf die japanischen Hauptinseln. 1945 Vizeadmiral und 5. Lord der Admiralität (Seeflieger), 1948 Admiral, 1950 Oberbefehlshaber der Home Fleet, 1952 Ruhestand.