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    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Typenabkürzung für Kampfflugzeuge des sowjetischen Konstrukteurs Wladimir M. Petljakow (1891 bis 1942), der 1936/38 den einzigen sowjetischen viermotorigen Langstreckenbomber des Krieges, die PC-8 (ursprüngl. TB-7), entwickelte, Erstflug 27.12.36. Mit diesem Baumuster für 11 Mann Besatzung, Höchstgeschwindigkeit 438 km/h, mit 2 t Bomben maximal 5445 m Reichweite, flogen Piloten des sowjetischen Langstreckenkommandos im Sommer 42 zwei Nachtangriffe gegen Königsberg, außerdem Angriffe gegen Berlin, Stettin, Danzig, Warschau und die Ölfelder von Ploesti, allerdings mit nur geringer militärischer Wirkung und eher moralischem Wert für die sowjetische Heimatfront. Mit einer PC-8 unternahm Außenminister Molotow die längste Reise des Krieges im Mai 42 über mehr als 17 700 km nach Washington über Schottland, Grönland und Kanada und zurück. Andere Maschinen pendelten als Kurierflugzeuge zwischen Moskau und Großbritannien; nur 79 PC-8 wurden gebaut, da sich die sowjetische Luftwaffe auf taktische Einsätze konzentrierte. Dafür eignete sich der sturzflugtaugliche Frontbomber PC-2 ("Peschka"), Erstflug 7.5.39, der in 11 426 Exemplaren gebaut wurde und von der Verteidigung Moskaus bis zur Schlacht um Berlin das Rückgrat der zweimotorigen Bomberverbände bildete. Daten des letzten Serienmusters: maximal 581 km/h mit 2x1210-PS-Motoren, 6 MG, 1000 kg Bombenzuladung, 1770 km Reichweite, 3 Mann Besatzung.