Paul Reynaud

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    französischer Politiker

    geboren: 15. Oktober 1878 in Barcelonette gestorben: 21. September 1966 in Paris


    Jurist, 1919-40 Abgeordneter der Demokratischen Allianz in der Nationalversammlung, mehrfach Minister. Als Gegner des Appeasement wurde Reynaud im März 40 Ministerpräsident, konnte aber nach dem deutschen Angriff (10.5.40) die Katastrophe nicht abwenden. Vergeblich appellierte er an US-Präsident Roosevelt, zu spät förderte er das strategische Konzept de Gaulles (Panzermassierung), erfolglos plädierte er nach der Flucht mit seiner Regierung nach Bordeaux für eine Fortsetzung des Kampfes von den Kolonien aus. Am 16.6.40 musste Reynaud Pétain weichen, wurde 1942 an Deutschland ausgeliefert und blieb bis Kriegsende in KZ-Haft. 1946-62 erneut Abgeordneter.