Panzerlehrdivision

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    gemäß Aufstellungsbefehl vom 30.12.43 aus Truppenteilen der Panzertruppenschulen I (Bergen) und II (Krampnitz) im Januar 44 im Raum Lunéville-Verdun gebildete Division, bestehend aus dem Panzerlehrregiment 130, dem Panzerartillerieregiment 130 und den Panzergrenadierregimentern 901 und 902. Am 18.3.44 verlegte die Panzerlehrdivision in den Raum Wien und rückte am 18.3.44 in Ungarn ein, dessen Ausscheiden aus dem Bündnis befürchtet wurde. Im Mai 44 wurde die Division in den Westen zurückgerufen zur Abwehr der erwarteten Invasion, bei deren Beginn am 6.6.44 die Panzerlehrdivision rund 150 km von der Küste entfernt in Nogent-Le-Rotron, 60 km nordwestlich von Le Mans, lag. Schon auf dem Marsch an die Invasionsfront erlitt sie schwere Verluste durch Luftangriffe, in den Schlachten um Caen, Bayeux, Tilly und Saint-Lô wurde sie weiter dezimiert. Bis 20.6. büßte sie 160 Offiziere und 5400 Soldaten an Gefallenen, Verwundeten und Vermissten ein, von den 190 Panzern waren nur noch 66 einsatzbereit. Es folgte Auffrischung bei Heilbronn, dann bei Paderborn/Detmold. Im November 44 in den Hunsrück zurückverlegt, nahm die Panzerlehrdivision an der Ardennenoffensive, insbesondere am Kampf um Bastogne teil und drang bis südwestlich Rochefort (Belgien) vor. Nach schweren Verlusten und kurzer Auffrischung wurde sie in den Ruhrkessel zurückgedrängt, wo sie am 15.4.45 mit noch 2460 Mann, 8 Panzern und 50 gepanzerten Fahrzeugen kapitulierte.

    Kommandeure: Bayerlein 4.2.44 bis 7.2.45, Generalmajor Horst Niemack bis 31.3.45, Oberst Paul Hauser bis zur Kapitulation.