Otto Steinbrinck

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Seeoffizier und Geschäftsmann

    geboren: 19. Dezember 1888 Lippstadt (Westfalen) gestorben: 16. August 1949 Landsberg


    1907 zur Marine, im 1. Weltkrieg U-Boot-Kommandant (insgesamt 202 Handelschiffe mit 232 000 BRT, Pour le Mérite), bei Kriegsende Mitglied der Waffenstillstandskommission, 1919 verabschiedet. Steinbrinck war in der Zeit bis 1939 in der Privatwirtschaft (Stahlindustrie) tätig und arbeitete nach Kriegsbeginn in den besetzten Gebieten in Westeuropa. Das brachte ihm nach dem Krieg eine Anklage im Nürnberger Flick-Prozess ein, doch endete das Verfahren in den Punkten "Sklavenarbeit", "Plünderung" und "Arisierung" mit Freispruch. Hingegen wurde Steinbrinck wegen seiner engen Verbindungen zur nationalsozialistischen Führung und deren Kriegsvorbereitungen zu 5 Jahren Haft verurteilt, während der er starb.