Otto Skorzeny

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher SS-Offizier

    geboren: 12. Juni 1908 in Wien gestorben: 6. Juli 1975 in Madrid


    Diplomingenieur, 1930 NSDAP-Beitritt, 1939 zur Leibstandarte-SS "Adolf Hitler", freiwillige Meldung zur Luftwaffe, März 40 Unterscharführer in der SS-Division "Das Reich". Bekannt wurde Skorzeny durch die Befreiung Mussolinis aus einem Sporthotel auf dem Gran Sasso am 12.9.43. Zwar war er nur Begleiter der eigentlichen Befreier, deutscher Fallschirmjäger, doch baute ihn die nationalsozialistische Propaganda zum Helden auf. In der Folgezeit erhielt er weitere riskante Aufträge u.a. bei der Festsetzung der ungarischen Regierung Horthy (Unternehmen "Panzerfaust", 16.10.44) und beim Unternehmen "Greif" mit der Panzerbrigade 150 während der Ardennenoffensive. Im Februar 45 wurde Skorzeny Kommandeur des SS-Jagdverbands Ost II und leitete die Verteidigung des Brückenkopfs Schwedt/Oder. Im April 45 noch mit dem utopischen Auftrag eines Ausbaus der so genannten Alpenfestung betraut, wurde Skorzeny am 15.5.45 in der Steiermark gefangengenommen und am 9.8.47 in einem Kriegsverbrecherprozess von einem amerikanischen Militärgericht freigesprochen. Aus der anschließenden Internierung in einem Lager bei Darmstadt entkam er nach Spanien.

    Ritterkreuz (14.9.43) mit Eichenlaub (8.3.45).