Orion

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Hilfskreuzer, Schiff 36, Baujahr 1930, 9.12.39 als Kriegsschiff in Dienst gestellt, 7021 BRT, 148 m lang, 18,6 m breit, 14 Knoten, 376 Mann Besatzung; Bewaffnung: 6x15 cm, 1x7,5 cm, 8 Rohre Flak, 6 Torpedorohre, 228 Minen, 1 Bordflugzeug. Die Orion ging am 6.4.40 zum Handelskrieg in See, vorgesehenes Operationsgebiet war der südliche Pazifik, den sie nach Durchbruch durch die Dänemarkstraße und Passieren von Kap Hoorn (27.5.) im Frühsommer erreichte. Zunächst legte das Schiff Minen vor dem neuseeländischen Hafen Auckland, durch die mehrere gegnerische Schiffe sanken, und operierte dann im Seegebiet westlich und nordwestlich Australiens, zeitweise gemeinsam mit der Komet. Trotz mancher Probleme mit der Maschinenanlage und bei der Versorgung mit Betriebsstoff gelang auf der insgesamt 511 Tage langen Fahrt (inklusive Minenerfolge) die Versenkung von 10 Schiffen mit 62 915 BRT zuzüglich der gemeinsamen Erfolge mit der Komet von 43 162 BRT. Am 23.8.41 beendete die Orion ihre Karriere als Hilfskreuzer in Bordeaux und wurde in der Folgezeit als Werkstattschiff und unter dem Namen Hektor als Artillerieschulschiff eingesetzt, Ende Oktober 44 dem Ausbildungsverband eingegliedert. Ende Januar 45 erhielt es den alten Namen wieder und transportierte Flüchtlinge aus den Ostgebieten. Dabei wurde die Orion am 4.5.45 nördlich Swinemünde durch Bombentreffer versenkt, wobei 150 von rund 4000 an Bord befindlichen Personen ums Leben kamen.