Omar Nelson Bradley

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    amerikan. General; geboren 12. Februar 1893 Clark (Missouri), gestorben 8. April 1981 New York

    Ausbildung (u.a. zusammen mit Eisenhower und Marshall) in West Point, Abschluss 1915; im 1. Weltkrieg Wachdienst an der mexikan. Grenze; nach Kursen an der Infanterieschule, der Generalstabs-Akademie und dem Army College stellvertretender Kommandant des Kadettenkorps und 1938-40 Personalreferent im Heeresgeneralstab. Bradley übernahm danach als Kommandeur die Infanterieschule Fort Benning und war seit Februar 43 Korpskommandeur in NW-Afrika. Dort wurde er als Generalleutnant Befehlshaber des II. AK, das am 10.7.43 im Verband der 7. US-Armee an der Landung auf Sizilien ("Husky") teilnahm und wesentl. Anteil am Erfolg hatte. Bradley, Spitzname: "the Soldier's soldier", wurde anschließend nach London zur Vorbereitung des Unternehmens "Overlord", der Landung der Angloamerikaner in der Normandie, versetzt. Bei dieser Invasion am 6.6.44 führte er die 1. US-Armee und erzielte bei St. Lô am 26.7. den entscheidenden Durchbruch, der den Panzern der 3. US-Armee (Patton) den Weg nach Paris frei machte. Mitte August 44 übernahm Bradley die Führung der 12. Heeresgruppe (1. und 3., später auch 7. US-Armee) in Nord-Frankreich, die bei der Abwehr der dt. Ardennenoffensive die Hauptlast trug und schließlich mit dem Sprung über die Brücke von Remagen den siegreichen Endkampf einleitete. Im Juli 45 militär. Berater von US-Präsident Truman auf der Potsdamer Konferenz, übernahm Bradley zur gleichen Zeit die Leitung der Veteranen-Versorgung, der Wiedereingliederung von 15 Mio. GIs ins Zivilleben. Am 21.4.47 wurde er Nachfolger Eisenhowers als Generalstabschef des Heeres und am 1.8.49 Chef des Combined Chiefs of Staff Committee. In dieser Funktion wirkte er u.a. mit an den Planungen im Korea-Krieg. Mitte Mai 53 Ruhestand als bisher letzter amerikan. Fünf-Sterne-General; Memoiren: "A Soldier's Story" (1952).