Office of Strategic Services

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (OSS), geheimer militärischer und politischer Auslandsnachrichtendienst der USA, 13.7.42 offiziell gegründet. Das Office of Strategic Services unterstand dem Generalstab und wurde von Generalmajor "Wild Bill" Donovan geleitet, der, im Zivilberuf Anwalt, schon seit Juli 41 im Auftrag Roosevelts die Arbeit der verschiedenen amerik. Nachrichtendienste koordinierte. Dem OSS, das eng mit den Briten zusammenarbeitete, oblag außer der Informationsbeschaffung die Spionagabwehr und im Rahmen der Psychologischen Kriegführung die "schwarze Propaganda" im Frontbereich. Das Hauptquartier in Europa residierte in London, wichtige Stützpunkte wurden in den US-Botschaften in den neutralen Ländern eingerichtet (z.B. A. Dulles in Bern). Uniformierte OSS-Teams unterstützten in den besetzten Ländern Europas und Südostasiens den Kampf der Partisanen. Nur Lateinamerika, traditionelle Domäne des FBI, und der Südwestpazifik, wo MacArthur sich ausschließlich auf den Nachrichtendienst des Heeres (G-2) stützte, waren als Operationsgebiete für das OSS ausgeklammert. Er wurde am 20.9.45 aufgelöst, erstand aber mit vielen der alten Mitarbeiter am 26.7.47 neu als Central Intelligence Agency (CIA).