OKW-Prozess

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Verfahren gegen Generalfeldmarschall v. Leeb und 13 andere Offiziere im Generalrang vor dem Militärgerichtshof V der USA in Nürnberg wegen Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen (u.a. Weitergabe des Kommissarbefehls und des Barbarossa-Gerichtsbarkeitserlasses) und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Vom Vorwurf, Angriffskriege geplant zu haben, wurden die Angeklagten im OKW-Prozess am 28.10.48 nach 8 Monaten Verhandlung freigesprochen, doch ergingen wegen der anderen Delikte 2 lebenslängliche und 9 zeitige Freiheitsstrafen bei 2 Freisprüchen (der Angeklagte Blaskowitz hatte Selbstmord verübt). Alle Verurteilten wurden bis Mitte der 1950er Jahre nach Gnadenerlass freigelassen.