O.K.-Kompanien

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    zur Erholung in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern aus kranken und körperlich schwachen Gefangenen aufgestellte und im Allgemeinen separat untergebrachte Einheiten, die bei zusätzlicher Verpflegung nicht zu arbeiten brauchten oder nur mit leichter Arbeit innerhalb des Lagers beschäftigt werden sollten. Im Lagerjargon wurde die Abkürzung "O.K." mit "Ohne Kraft", "Ohne Kommando" oder "Ohne Kategorie-Gruppe" ironisch aufgelöst und die Unterkunft der O.K.-Kompanien verschiedentlich als "Wachsfigurenkabinett" bezeichnet. Offiziell wurde die Abkürzung in den sowjetischen Lagern bei der Einteilung nach Arbeitsfähigkeit verwendet (Gruppen I, II, III, O.K. und Dystrophie) und könnte auf die russische Bezeichnung für Genesungs- oder Ruhekommando bzw. Ausruhekontingent zurückgehen. Nicht immer richteten sich die sowjetischen Lagerkommandanten oder Arbeitseinsatzoffiziere nach der von den Lagerärzten oder auch von besonderen Ärztekommissionen vorgenommenen Einteilung, was oft zu Maßregelungen durch vorgesetzte Dienststellen führte.